Projektverlauf · Sanierung & Abdichtung
Nachträgliche Horizontalsperre.
Aufsteigende Feuchte im Altbau stoppen. Eine nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte wird im Injektionsverfahren eingebaut: Altputz abschlagen, Bohrlochreihe setzen, Injektionsmittel einbringen, mit Sanierputz neu verputzen. Bei einer typischen Altbauwand dauert das je Wand wenige Tage plus Trocknungszeit. Was es kostet, hängt von Wanddicke, Material und Salzbelastung ab. Ob wirklich aufsteigende Feuchte vorliegt, kläre ich vorher kostenlos vor Ort. Rufen Sie mich an oder fordern Sie einen Ortstermin an.
Die Ausgangslage
Wie sieht der typische Fall aus?
Ein Altbau, wie er im Harz überall steht: Im Erdgeschoss blättert unten an der Wand die Farbe, der Putz wirft Blasen, ein dunkler Feuchtestreifen zieht sich einen halben Meter hoch durchs Mauerwerk. Oben ist die Wand trocken. Gelüftet wird ordentlich, es ändert nichts.
Dieses Schadensbild spricht für kapillar aufsteigende Feuchte: Dem alten Mauerwerk fehlt die funktionierende Horizontalsperre, die heute in jeder Bodenplatte selbstverständlich ist. Das Wasser steigt aus dem Erdreich in der Wand auf und verdunstet an der Oberfläche, die Salze bleiben im Putz und sprengen ihn ab.
Diagnose
Befund und Lösung.
Woher kommt die Feuchte wirklich?
Bevor gebohrt wird, steht die Diagnose: Ich prüfe Feuchteprofil und Salzbelastung der Wand und schließe andere Ursachen aus: eine defekte Regenrinne, Spritzwasser am Sockel oder Kondensat sehen ähnlich aus, brauchen aber ganz andere Maßnahmen. Nur wenn das Feuchtebild von unten nach oben abnimmt und die Sperrschicht nachweislich fehlt, ist die Horizontalsperre die richtige Antwort.
Die Sperre nachrüsten, wo sie fehlt.
Die wirtschaftlichste Lösung im Bestand ist das Injektionsverfahren nach WTA-Merkblatt: In einer definierten Höhe wird eine Bohrlochreihe gesetzt und ein Injektionsmittel eingebracht, das die Kapillaren im Mauerwerk verschließt. Anders als beim Mauersägeverfahren bleibt die Statik unberührt. Den zerstörten Altputz ersetze ich anschließend durch ein Sanierputzsystem, das Restfeuchte und Salze verkraftet.
Zur Leistung Sanierung & Abdichtung →Der Ablauf
Schritt für Schritt zum Ergebnis.
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Befund aufnehmen und Höhe festlegen
Ich messe das Feuchteprofil der Wand, dokumentiere die Schäden und lege die Injektionsebene fest, in der Regel knapp über der Geländeoberkante beziehungsweise über dem Kellerfußboden.
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Altputz abschlagen
Der salzbelastete Putz kommt bis etwa 80 Zentimeter über die sichtbare Schadgrenze herunter. Erst am nackten Mauerwerk sieht man den wahren Zustand der Fugen und Steine.
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Bohrlochreihe setzen
Im Abstand von 10 bis 12,5 Zentimetern bohre ich die Injektionslöcher, Durchmesser und Neigung nach System und Wandaufbau. Bei Bruchsteinwänden mit Hohlräumen werden diese vorab verpresst.
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Injektionsmittel einbringen
Die Injektionscreme oder das flüssige Mittel wird drucklos oder mit Niederdruck eingebracht, bis das Mauerwerk im Sperrbereich gesättigt ist. Die Bohrlöcher werden anschließend mit Sperrmörtel verschlossen.
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Sanierputz auftragen
Auf das gereinigte Mauerwerk kommt ein Sanierputzsystem nach WTA: Es lässt die Wand weiter atmen, lagert Restsalze schadlos ein und bleibt optisch ein ganz normaler Innenputz.
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Trocknen lassen und kontrollieren
Die Wand gibt ihre gespeicherte Feuchte über Monate ab. Das ist normal. Ich dokumentiere den Ausgangszustand und kontrolliere auf Wunsch nach der Heizperiode, ob das Feuchteprofil wie erwartet zurückgeht.
Vorher / Nachher.
So verändert die Maßnahme das Bild im Raum, ziehen Sie den Regler über das Bild. Visualisierung des typischen Ergebnisses.
Kosten
Was beeinflusst den Preis?
Was eine nachträgliche Horizontalsperre im Injektionsverfahren kostet, bestimmen Wanddicke, Material und Salzbelastung; dazu kommt der neue Sanierputz nach Fläche. Bruchsteinwände mit Hohlräumen brauchen mehr Vorarbeit.
Einen verbindlichen Preis nenne ich Ihnen nach der Besichtigung mit Feuchtemessung, beides ist bei mir kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie mich an oder fordern Sie einen Ortstermin an.
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Projektverlauf lesen →Woher weiß ich, dass es wirklich aufsteigende Feuchte ist?
Sicher erst nach einer Messung. Typisch ist ein Feuchteprofil, das von unten nach oben abnimmt, kombiniert mit Salzrändern an der Schadgrenze. Sieht das Bild anders aus, etwa feuchte Flecken nach Schlagregen oder in Raumecken, liegt die Ursache woanders. Genau deshalb beginne ich jede Sanierung mit dem Befund, nicht mit dem Bohrer.
Wie lange dauert es, bis die Wand trocken ist?
Die Sperre wirkt sofort gegen nachströmende Feuchte, aber die im Mauerwerk gespeicherte Feuchte braucht Zeit zum Austrocknen. Als Faustwert gilt rund ein Jahr pro 10 Zentimeter Wanddicke. Der Sanierputz überbrückt diese Phase optisch, die Wand sieht also schon nach der Maßnahme wieder ordentlich aus.
Geht das auch bei Bruchsteinmauerwerk?
Ja, mit Vorarbeit: Bruchsteinwände haben oft Hohlräume, die vor der Injektion mit einer Bohrlochsuspension verfüllt werden müssen, damit das Mittel nicht wirkungslos versickert. Das macht die Maßnahme etwas aufwendiger, aber gerade im Harzer Bestand ist das Routine.