Projektverlauf · Sanierung & Abdichtung
Kellerabdichtung am Altbau.
Vom feuchten Mauerwerk zum trockenen Keller. Eine Kellerabdichtung von außen am Altbau läuft in sechs Schritten ab: Freilegen der Kellerwand, Untergrund vorbereiten, zweilagige Bitumendickbeschichtung nach DIN 18533, Dämmung und Schutzschicht, bei Bedarf Drainage, Verfüllen. Bei einem Einfamilienhaus dauert das ein bis drei Wochen. Was es kostet, hängt von Aushubtiefe, Zugänglichkeit und Zustand des Mauerwerks ab. Das klären wir in einem kostenlosen Erstgespräch, rufen Sie mich an oder fordern Sie einen Ortstermin an.
Die Ausgangslage
Wie sieht der typische Fall aus?
Ein Wohnhaus, Baujahr um 1930, wie es in Blankenburg, Wernigerode oder Quedlinburg in jeder zweiten Straße steht: Keller aus Bruchstein oder Vollziegel, nie abgedichtet, das war damals schlicht nicht üblich. Nach Regen zeigen sich dunkle Flecken an den Kellerwänden, dazu weiße Salzausblühungen, abplatzender Putz und muffiger Geruch. Die Lagerräume sind kaum noch nutzbar, und die Feuchte arbeitet Jahr für Jahr weiter am Mauerwerk.
Verschärfend kommt in der Region oft die Hanglage dazu: Bei Starkregen fließt Wasser aus dem Gelände direkt gegen die erdberührte Wand. Mit genau dieser typischen Ausgangslage beginnt der folgende exemplarische Projektverlauf.
Diagnose
Befund und Lösung.
Woher kommt die Feuchte?
Vor jeder Maßnahme steht die Ursachenklärung: Ich prüfe, ob die Feuchte tatsächlich seitlich aus dem Erdreich eindringt, oder ob Kondenswasser beziehungsweise aufsteigende Feuchte das eigentliche Problem sind. Beim typischen Altbaukeller dieses Baujahrs fehlt die Vertikalabdichtung vollständig; das Erdreich liegt direkt am nackten Mauerwerk an. Maßgeblich ist dann die Wassereinwirkungsklasse nach DIN 18533: Sie beschreibt, wie stark Wasser auf das Bauteil wirkt, von Bodenfeuchte bis zu drückendem Wasser, und bestimmt den Aufbau der Abdichtung.
Abdichten, wo das Wasser ankommt.
Die dauerhafteste Antwort ist die Abdichtung von außen: Die Kellerwand wird freigelegt und erhält eine zweilagige Bitumendickbeschichtung (PMBC) nach DIN 18533: das Wasser wird gestoppt, bevor es die Wand erreicht. Auf Bruchstein kommt vorher ein Ausgleichsputz als ebener, tragfähiger Untergrund, am Wandfuß eine Hohlkehle. Perimeterdämmung und Noppenbahn schützen die Abdichtung; bei Stau- oder Schichtenwasser, in Harzer Hanglagen häufig, kommt eine Drainage nach DIN 4095 dazu.
Zur Leistung Sanierung & Abdichtung →Der Ablauf
Schritt für Schritt zum Ergebnis.
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Freilegen der Kellerwand
Mit dem Bagger lege ich die Wand abschnittsweise bis zur Fundamentsohle frei; an Anbauten, Leitungen und Grenzen wird von Hand nachgeschachtet. Der Aushub lagert seitlich und wird später wieder eingebaut.
— BAGGERARBEITEN — -
Untergrund vorbereiten
Das Mauerwerk wird gereinigt, lose Fugen werden ausgekratzt und geschlossen. Auf Bruchstein trage ich einen Ausgleichsputz auf, damit die Abdichtung einen ebenen, tragfähigen Untergrund bekommt; am Übergang zur Fundamentsohle entsteht die Hohlkehle.
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Voranstrich und erste Lage
Nach dem Voranstrich folgt die erste Lage der Bitumendickbeschichtung: vollflächig, ohne Fehlstellen, mit besonderem Augenmerk auf Ecken, Kanten und Rohrdurchführungen. Wo die Norm es verlangt, wird eine Gewebeeinlage eingearbeitet.
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Zweite Lage und Schichtdickenkontrolle
Die zweite Lage stellt die geforderte Trockenschichtdicke nach DIN 18533 sicher. Ich messe die Nassschichtdicke an mehreren Stellen und halte die Werte mit Fotos fest; diese Dokumentation gehört bei mir zu jeder Abdichtung.
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Dämmung, Schutzschicht, bei Bedarf Drainage
Erst wenn die Beschichtung vollständig durchgetrocknet ist, geht es weiter: Perimeterdämmung ansetzen, Noppenbahn als mechanischen Schutz anbringen, und bei Stau- oder Schichtenwasser eine Drainage nach DIN 4095 mit Kiespackung verlegen.
— KELLERABDICHTUNG — -
Verfüllen und Wiederherstellen
Die Baugrube wird lagenweise verfüllt und verdichtet, Wege und Beete werden wiederhergestellt. Zur gemeinsamen Abnahme erhalten Sie die Fotodokumentation aller Arbeitsschritte.
- Art des Projekts
- Sanierung Altbau · Kellerabdichtung von außen
- Ausführungszeitraum
- exemplarisch ca. 1–2 Wochen je nach Grabungslänge
- Leistung im Detail
- Erdreich freilegen, Untergrund reinigen und ausgleichen, Abdichtung nach DIN 18533 aufbringen, Dämm- und Dränschicht setzen, lagenweise verfüllen.
- Material & Technik
- Bitumendickbeschichtung (PMBC) nach DIN 18533, mineralische Dichtschlämme im Sockel, Perimeterdämmung, Dränplatte/Noppenbahn mit Filtervlies
Vorher / Nachher.
So verändert eine Außenabdichtung das Bild im Keller. Ziehen Sie den Regler über das Bild. Visualisierung des typischen Ergebnisses.
Kosten
Was beeinflusst den Preis?
Was eine Außenabdichtung kostet, entscheiden vor allem Aushubtiefe, Zugänglichkeit der Kellerwand und der Zustand des Mauerwerks: ein Bruchsteinkeller braucht mehr Vorarbeit als glattes Mauerwerk, an Hanglagen ist der Aushub aufwendiger. Deshalb nenne ich keine Pauschalpreise, sondern schaue mir Ihren Keller an.
Wovon die Kosten im Einzelnen abhängen, lesen Sie im Ratgeber Kellerabdichtung: Wovon die Kosten abhängen . Einen verbindlichen Preis nenne ich Ihnen nach der Besichtigung. Rufen Sie mich an oder fordern Sie einen Ortstermin an, Erstgespräch und Angebot sind kostenlos.
Aus der Praxis
Worauf sollten Sie achten?
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Erst die Ursache, dann die Maßnahme
Lassen Sie klären, woher die Feuchte wirklich kommt. Kondenswasser und kapillar aufsteigende Feuchte lassen sich mit keiner Außenabdichtung beheben; wer hier falsch ansetzt, gräbt teuer umsonst.
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Trocknungszeiten ernst nehmen
Die Bitumendickbeschichtung muss vor dem Verfüllen vollständig durchgetrocknet sein. Wer nach Kalender statt nach Material arbeitet, drückt die frische Abdichtung beim Verfüllen wieder kaputt.
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Auf die Details schauen
Hohlkehle, Rohrdurchführungen und der Sockelanschluss entscheiden über dicht oder undicht, nicht die freie Fläche. Fragen Sie im Angebot gezielt nach diesen Positionen.
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Angebote vollständig vergleichen
Erdarbeiten und die Wiederherstellung der Außenanlagen gehören ins Angebot. Ein verlockender Meterpreis ohne diese Positionen wird auf der Baustelle schnell teurer als ein ehrlicher Komplettpreis.
Vor Ort
Wo ich solche Arbeiten ausführe.
Feuchte Altbaukeller sind meine häufigste Anfrage im Landkreis Harz. Wie die typische Bausubstanz vor Ort aussieht und wie schnell ich da bin, zeigen die Standortseiten, etwa zur Kellerabdichtung in Wernigerode oder zur Sanierung und Abdichtung in Quedlinburg mit seinen Fachwerk- und Gründerzeitkellern.
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Im Grundsatz ja: Freilegen, Untergrund vorbereiten, abdichten, verfüllen bleibt immer gleich. Die Details ändern sich mit dem Haus: Bruchsteinmauerwerk braucht einen Ausgleichsputz, Grenzbebauung erzwingt Handschachtung, und wo gar nicht aufgegraben werden kann, prüfe ich Alternativen von innen. Was bei Ihrem Keller sinnvoll ist, sage ich Ihnen nach der Besichtigung.
Zu welcher Jahreszeit ist eine Kellerabdichtung möglich?
Am besten von Frühjahr bis Herbst: Die Bitumendickbeschichtung braucht zum Verarbeiten und Durchtrocknen Temperaturen über etwa 5 Grad und eine möglichst regenarme, frostfreie Phase. Im Winter plane ich solche Maßnahmen nur in milden Abschnitten, oder wir terminieren gleich fürs Frühjahr.
Woran erkenne ich, dass sauber gearbeitet wurde?
An der Dokumentation: Ich messe die Schichtdicke der Abdichtung an mehreren Stellen und halte jeden Arbeitsschritt mit Fotos fest, vom freigelegten Mauerwerk bis zur verfüllten Baugrube. Diese Fotodokumentation bekommen Sie zur Abnahme, dazu die Gewährleistung des Meisterbetriebs.